16 neue PatientenBegleiter*innen in Mainz feierlich geehrt

Die Überreichung der Urkunden an die frisch ausgebildeten PatientenBegleiter*innen des Jahrgangs 2024 war ein ganz besonderer Moment. Mit 16 Personen war es die größte Gruppe seit Beginn des Projektes 2014 und es waren 7 Vertreter der Projektpartner angereist, um das ehrenamtliche Engagement der chronisch nierenkranken Menschen und Angehörigen zu würdigen. Die Vorsitzende des Bundesverband Niere e.V., Isabelle Jordans, betonte die Bedeutung der psychosozialen Begleitung von Patient zu Patient. Diese wichtige Unterstützung wird leider nicht von den Krankenkassen geleistet und die Lücke füllen die PatientenBegleiter*innen seit vielen Jahren.

Es ist so wichtig, dass jemand an einem dranbleibt und an einen glaubt, auch wenn man selbst gerade nicht gut mitarbeitet und einen Durchhänger hat. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und auch wie wichtig das ist. Deshalb bin ich jetzt PatientenBegleiter.

Leo, PatientenBegleiter 2024

Auch der Geschäftsführer des Verbandes, Martin Koczor, dankte den Ehrenamtlichen für ihre wichtige Arbeit. Mit den strahlenden Gesichtern dieses Tages sei es auch für ihn leichter, den manchmal nervenaufreibenden Papierkram hinter den Veranstaltungen mit Überzeugung zu erledigen.

Ich möchte Menschen für die Peritonealdialyse begeistern und aufzeigen, wieviel Freiheit und Selbstständigkeit einem diese Behandlungsmöglichkeit eröffnen kann.

Carola, PatientenBegleiterin 2024

Nicole Seeligmüller vom neuen Projektpartner Chiesi ging besonders darauf ein, wie wichtig es neben der medizinischen Behandlung ist, mit seiner chronischen Erkrankung als Mensch gesehen zu sehen und in einem verständnisvollen Austausch zu sein.

Ich werde PatientenBegleiterin, um zum Beispiel Menschen vor der Dialyse, die große Angst vor den Nadeln und den Punktionen haben, zweierlei nahezubringen. Zum ersten: Es ist ganz normal und total nachvollziehbar, dass Du Angst und Sorgen hast. Ich hatte das auch und das ist nichts wofür man sich schämen muss, egal was andere zu einem sagen. Und zum zweiten möchte ich den Menschen aufzeigen, welche Hilfsmittel und Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, so dass ihre Ängste gemildert werden können.

Rosi, PatientenBegleiterin 2024

Antje Puschmann vom Projektpartner Novartis betonte, dass zu einer erfolgreichen Behandlung der Nierenerkrankung ein umfassender Ansatz gehört, bei dem auch sozialrechtliche Fragen oder psychische Probleme adressiert werden.

Ich bin selbst von Geburt an nierenkrank und möchte vor allem Kindern und Jugendlichen aufzeigen, dass man ein gutes Leben mit Selbstbewusstsein führen kann. Dies vorzuleben, anzubieten und die jungen Leute zu unterstützen ist mein Anliegen.

Sofien, Leo, PatientenBegleiter 2024

Ricarda Lategahn vom Projektpartner Medice drückte ihre Hochachtung vor dem Engagement jedes einzelnen PatientenBegleiters aus und wies darauf hin, wie hilfreich es bei chronsicher Krankheit sein kann, Ansprechpartner mit den gleichen Erfahrungen zu finden.

Zu Beginn war weit und breit kein Ansprechpartner in Sicht. Das war eine schlimme Zeit für unsere ganze Familie. Ich möchte anderen Eltern in derselben Situation meine Erfahrung und meine Begleitung anbieten.  

Carina, PatientenBegleiterin 2024

Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine Ausbildungsgruppe für neue PatientenBegleiter*innen geben, das erste und letzte Wochenende werden vor Ort in Hannover stattfinden, das zweite Wochenende wird digital durchgeführt. Alle Informationen sowie die Möglichkeit der Bewerbung finden Sie weiter unten auf der Webseite.

Danke den Partnern.
PatientenBegleiter ist ein Projekt des Bundesverband Niere e.V., seit 2014 wird die Arbeit der PatientenBegleiter*innen ermöglicht durch die großzügige finanzielle und idelle Unterstützung der Partner. Die Partner sind Verband Deutsche Nierenzentren DN e.V., Alexion, Amgen, Astellas, AstraZeneca, Baxter, Chiesi, Medice und Novartis .